S. Stahl (links) und M. Alt

Stefanie Stahl, Jahrgang 1963 und Melanie Alt, Jahrgang 1974, sind Diplom-Psychologinnen und arbeiten als Sachverständige für Familiengerichte in eigener Praxis in Trier. Stefanie Stahl ist zudem auch als Psychotherapeutin tätig.

Kontakt-eMail: so-bin-ich-eben@web.de

 

Stefanie Stahl über sich:

Ich bin 1963 in Hamburg geboren und dort aufgewachsen. Mein Abitur habe ich am Albert-Schweizer-Gymnasium gemacht. Von 1984-1990 habe ich an der Universität Trier Psychologie studiert. Seit 1992 arbeite ich als Psychotherapeutin und Gerichtssachverständige in freier Praxis in Trier.

Mit dem Schreiben habe ich 2003 angefangen. Das erste Buch („So bin ich eben!“) ist ein Gemeinschaftswerk von meiner Freundin und Ko-Autorin Melanie Alt und mir. Ursprünglich hatten wir über die Persönlichkeitseigenschaften der „Extra- und Introversion“ schreiben wollen. Bei unseren Recherchen sind wir dann jedoch auf die Typenlehre von Myers und Briggs gestoßen, die wir genial fanden. Somit änderten wir unser Vorhaben und wollten nun die Typenlehre einem breiten, deutschsprachigen Publikum vorstellen. Hierfür haben wir auch den Persönlichkeitstest entwickelt, der dem Buch zugrunde liegt. So bin ich eben! wurde ein Erfolg und motivierte mich zum Weiterschreiben, während Melanie keine Lust auf weitere Bücher verspürte (was ich gut verstehen kann, siehe unten).

Das Thema von „Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen“ hat sich hingegen über viele Jahre in mir entwickelt. Sowohl beruflich als auch privat ist mir diese Thematik immer wieder begegnet und ich habe viel über die zugrunde liegenden Ursachen und Zusammenhänge nachgedacht. Nirgendwo habe ich hingegen eine brauchbare psychologische Publikation zu Bindungsangst gefunden. Es gab und gibt so gut wie nichts hierzu. Diese Literaturlücke hat mich herausgefordert, meine eigenen Überlegungen zu Papier zu bringen.

Nachdem die ersten beiden Bücher beim Publikum ankamen, hatte ich den Mut, mich meinem eigentlichem Kernthema, dem Selbstwert, anzunehmen. Dieses Vorhaben kostete mich insofern Mut, als dass es hierzu bereits sehr viele Veröffentlichungen gibt. Ich wollte zu diesem Thema jedoch einiges sagen, das ich in den bereits vorhandenen Büchern nicht entdeckt hatte.

Selbsterkenntnis und Reflexion sind mir in all meinen Büchern ein großes Anliegen. Selbsterkenntnis ist der Königsweg, um sich persönlich weiterzuentwickeln. Zudem ist sie der Königsweg für ein verständnisvolles und tolerantes Miteinander.

Manche Kritiker von meinem Jein! Buch werfen mir allerdings vor, ich hätte es an „Allparteilichkeit“ vermissen lassen. „Allparteilichkeit“ ist für mich ein Unwort: Ich beziehe lieber Stellung und nehme es dafür auch gern in Kauf, kritisiert zu werden. Gleichwohl möchte ich mich bei jenen Lesern entschuldigen, die sich durch meinen teilweise konfrontativen Stil missverstanden fühlen.

Meine Ungeduld hält mich dazu an, stilistisch möglichst zügig zu schreiben. Ich will die Leserinnen und Leser nicht ermüden. Ich selbst lege ein Buch schnell zur Seite, wenn es langweilig geschrieben ist. Schreiben ist für mich jedoch eine sehr anstrengende und spaßarme Tätigkeit. Sie erfordert eine enorme Frustrationstoleranz und einen kilometerlangen Belohnungsaufschub, der meiner Ungeduld entgegen steht. Hätte ich die Wahl, würde ich lieber gut Singen können. Zudem finde ich, dass es bereits viel zu viele Bücher gibt und die Welt eigentlich keine weiteren braucht. Sofern mir nicht noch ein Thema einfällt, das mich interessiert und zu dem ich etwas zu sagen habe, werde ich es auch bei den drei Büchern bewenden lassen.

Viele Grüße, Steffi Stahl